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REACh: ECHA erweitert Kandidatenliste

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Published by by Beate Lorenzoni

5 neue SVHCs auf Kandidatenliste

ECHA sezt 5 neue SVHCs auf Kandidatenliste

ECHA – FBDi-Umweltticker (Shutterstock 104203811)

Am 21. Januar d.J. hat die ECHA (Europäische Chemikalienagentur) ihre Kandidatenliste um fünf zusätzliche besonders besorgniserregende Stoffe (SVHCs) erweitert. Sie kommen u.a. in bei der Herstellung von elektrischer, elektronischer und optischer Ausrüstung, in Schmiermitteln, Metallbearbeitungsölen, Klebstoffen und Beschichtungen zum Einsatz. Zudem hat die ECHA einen bestehenden Eintrag (Tris(4-nonylphenyl; verzweigt und linear) Phosphat in der Kandidatenliste aktualisiert, um seine endokrinschädlichen Eigenschaften für die Umwelt einzubeziehen.

Damit umfasst Kandidatenliste aktuell 247 Stoffe, die bestimmte gesundheits- und umweltgefährdende Eigenschaften aufweisen und darum als Substances of Very High Concern – besonders besorgniserregende Stoffe - bezeichnet werden. Einige dieser Einträge decken Gruppen von Chemikalien ab, so dass die Gesamtzahl der betroffenen Chemikalien höher ist.

Der FBDi weist darauf hin, dass die Aufnahme in die Kandidatenliste weitreichende Informationspflichten in der Lieferkette bedeutet: So müssen Produkte, die SVHCs in einer Konzentration >0,1% enthalten, grundsätzlich bei Kunden und bei der ECHA über die SCIP-Datenbank gemeldet werden.  

Die SVHCs sind potenzielle Kandidaten für die Zulassungsliste (Anhang XIV der REACh-Verordnung), die nun 59 Einträge enthält. Sobald ein Stoff auf dieser Liste steht, dürfen Unternehmen ihn nicht mehr verwenden, es sei denn, sie beantragen eine Zulassung und die Europäische Kommission genehmigt die weitere Verwendung.

 

Bei den neu hinzugefügten Substanzen handelt es sich um:

  • 6-[(C10-C13)-alkyl-(verzweigt, ungesättigt-2,5-dioxopyrrolidin-1-yl]hexansäure /andere Bezeichnung: Tetra-PSCA (Tetrapropenylsuccinimido)-caproic acid 

Fortpflanzungsgefährdend (Artikel 57c); Verwendung u.a. in Hydraulikflüssigkeiten, Schmiermitteln und Fetten sowie in Metallbearbeitungsflüssigkeiten

  • O,O,O-Triphenylphosphorthioat / Andere Bezeichnungen: Aryl thiophosphate; Handelsnamen: Irgalube TPPT (BASF) 

Langlebig, bioakkumulierbar und toxisch, PBT (Artikel 57d); Verwendung in Schmierstoffen, Fetten und Hydraulikflüssigkeiten

  • Octamethyltrisiloxan

Sehr beständig, sehr bioakkumulierbar, vPvB (Artikel 57e); Verwendung bei der Herstellung und/oder Formulierung von u.a. Beschichtungen und nichtmetallischen Oberflächenbehandlungen sowie in Dichtungs- und Klebstoffen

  • Perfluamine

Sehr beständig, sehr bioakkumulierbar, vPvB (Artikel 57e); Verwendung u.a. bei der Herstellung von elektrischen, elektronischen und optischen Geräten  

  • Reaktionsmasse aus: Triphenylthiophosphat und tertiären butylierten Phenyl-Derivaten

Langlebig, bioakkumulierbar und toxisch, PBT (Artikel 57d); Verwendung in Schmiermitteln und Fetten, Hydraulikflüssigkeiten und Metallbearbeitungsflüssigkeiten 

 

Der aktualisierte Eintrag:

  • Tris(4-nonylphenyl; verzweigt und linear) Phosphat

Umweltschädigend (Artikel 57(f));  Verwendung als Stabilisator und Antioxidans bei der Verarbeitung verschiedener Kunststoffe (PVC, LLDPE, HDPE und Gummi), Beschichtungen und Klebstoffe

About FBDi e.V.

Fachverband der Bauelemente Distribution e.V. (www.fbdi.de):

Der 2003 gegründete FBDi e.V. ist eine etablierte Größe in der deutschen Verbandslandschaft und bündelt die Interessen seiner Mitglieder aus der Distribution, die rund drei Viertel des Umsatzvolumens elektronischer Komponenten in Zentral-Europa (DACH) vertreten. Dabei überblickt er die gesamte Wertschöpfungskette der Elektronik.

Neben der Aufbereitung und Weiterentwicklung von Daten zum zentraleuropäischen Distributionsmarkt erzeugen Competence Teams zu wichtigen Themen der Regulatorik in der Elektronikindustrie (u.a. CE, Richtlinien und Verordnungen) eine hohe marktnahe Kompetenz. Diese qualifiziert den FBDi zum gefragten Partner für Politik, Elektronik-Hersteller und -Kunden.

Über die Mitgliedschaft im internationalen Distributionsverband IDEA erfolgt der Austausch mit anderen Verbänden auf europäischer Ebene.

 

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