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Veröffentlicht von Beate Lorenzoni

Triphenylphosphat (EG-Nummer 204-112-2, CAS-Nummer 115-86-6)

ECHA – FBDi-Umweltticker (Shutterstock 104203811)

Die ECHA (Europäische Chemikalienagentur) hat am 7.11. einen weiteren Stoff (SVHC) auf die Kandidatenliste gesetzt, die nunmehr 242 Stoffe/Stoffgruppen enthält. Dabei handelt es sich um Triphenylphosphat (EG-Nummer 204-112-2, CAS-Nummer 115-86-6), das als Flammschutzmittel und Weichmacher in Polymerformulierungen (Kunststoffen), Klebstoffen und Dichtungsmitteln zum Einsatz kommt. Grund für die Aufnahme in die Kandidatenliste sind die endokrinschädlichen Eigenschaften.

Unternehmen dürfen die auf der Kandidatenliste stehenden Stoffe nur verwenden, wenn die Europäische Kommission eine Genehmigung erteilt. Zudem weist der FBDi darauf hin, dass für den neu aufgenommenen Stoff ebenso wie für alle anderen SVHCs (Subject of Very High Concern / besonders besorgniserregende Stoffe) im Rahmen von REACh bestimmte rechtliche Verpflichtungen einzuhalten sind:

Lieferanten von Erzeugnissen, die einen Stoff der Kandidatenliste erhalten, der eine Konzentration von 0,1% (Gewichtsprozent) überschreitet, müssen ihren Kunden und Verbrauchern ausreichend Information zur Verfügung stellen, um sie sicher verwenden zu können. Zudem müssen Importeure und Hersteller von Erzeugnissen, die einen Stoff der Kandidatenliste in einer Konzentration von mehr als 0,1% (Gewichtsprozent) enthalten, diese an die ECHA zur Aufnahme in die SCIP-Datenbank (ECHA-Datenbank für SVHCs in Produkten) melden.

Die Bezeichnung der Stoffe auf der Kandidatenliste als SVHC ist auf deren bestimmte gesundheitsschädliche und umweltgefährdende Eigenschaften zurückzuführen. Sie sind potenzielle Kandidaten für den Anhang XIV der REACh-Verordnung über zulassungspflichtige Stoffe, der aktuell 59 Einträge umfasst. Für die Verwendung dieser Stoffe muss (zukünftig) eine Zulassung beantragt werden.

 

FBDi e.V.

Fachverband der Bauelemente Distribution e.V. (www.fbdi.de):

Der 2003 gegründete FBDi e.V. ist eine etablierte Größe in der deutschen Verbandslandschaft und bündelt die Interessen seiner Mitglieder aus der Distribution, die rund drei Viertel des Umsatzvolumens elektronischer Komponenten in Zentral-Europa (DACH) vertreten. Dabei überblickt er die gesamte Wertschöpfungskette der Elektronik.

Neben der Aufbereitung und Weiterentwicklung von Daten zum zentraleuropäischen Distributionsmarkt erzeugen Competence Teams zu wichtigen Themen der Regulatorik in der Elektronikindustrie (u.a. CE, Richtlinien und Verordnungen) eine hohe marktnahe Kompetenz. Diese qualifiziert den FBDi zum gefragten Partner für Politik, Elektronik-Hersteller und -Kunden.

Über die Mitgliedschaft im internationalen Distributionsverband IDEA erfolgt der Austausch mit anderen Verbänden auf europäischer Ebene.

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