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Im Interview heute: Manuela Mader, freie Rednerin, Mentaltrainerin und Systemische Coach
- Als erstes braucht es daher immer das aktive Zuhören. Das ist das A und O.
- Dann braucht es Echtheit. Eine ehrliche Geschichte, einen Moment, in dem der Zuhörer spürt: Ja. Genau das möchte ich unterstützen!
Diese Haltung trage ich heute in meine Arbeit als freie Rednerin. Ob Freie Trauung, Willkommensfeier oder Abschied – ich höre zuerst zu, verstehe, was dieser Moment braucht, und suche dann die Worte, die bleiben. Die vielleicht noch Jahre später jemanden lächeln lassen. Oder weinen. Beides darf sein.
Gerade bei Trauerreden liegt es mir besonders am Herzen, dass die Trauernden den Raum verlassen mit dem Gefühl, dass dieser Abschied den Menschen widergespiegelt hat, der oder die sie oder er war. Das ist eine große Verantwortung – und ich nehme sie sehr bewusst an.
Was mich persönlich auch immer fordert, ist die Feinabstimmung zwischen Vorbereitung und Spontanität. Eine gute Rede darf nie klingen wie auswendig gelernt – sie soll sich anfühlen wie ein echtes Gespräch. Diesen Balanceakt hinzubekommen, das ist echtes Handwerk. Und das übt man ein Leben lang. Und ich lerne die Rede nicht auswendig, sondern lese sie vor – aber nicht 1:1 auf Hochdeutsch, sondern so, wie ich sonst auch spreche. Das ist authentisch. (Anmerkung der Redaktion: Manuela ist Tirolerin, genauer gesagt eine Tuxerin, mit einem entzückenden, charmanten Slang😉)
Für die kurze Festrede habe ich eine klare Empfehlung:
- Fang mit einem Bild an, nicht mit einer Entschuldigung, wie es so viele tun. Bitte niemals mit „Ich bin eigentlich kein großer Redner..." beginnen. Das ist nicht notwendig – und es macht dich sofort kleiner als du bist. Stattdessen: Erzähl einen kurzen, konkreten Moment. Eine Erinnerung. Etwas, das alle kennen oder das neugierig macht. Und das du frei erzählen kannst, weil du es selbst erlebt hast.
- Dann sagst du, was du sagen möchtest. Kurz, klar, von Herzen. Und dann hörst du einfach auf. Kein „Ja, also, ich glaube, das war es eigentlich schon..." – sondern ein bewusster, ruhiger Schlusssatz: Ein Hoch auf das Brautpaar, ein Dankeschön, ein Wunsch - fertig.
Konkret heißt das, dass ich zu den Reden bei Freien Trauungen und Willkommensfeiern auch Coaching für Frauen in Patchwork- und Zweitbeziehungen anbieten werde und – auf das freue ich mich ganz besonders – 2-tägige Paarseminare für Menschen, die nicht nur heiraten wollen, sondern bewusst in ihre Beziehung investieren möchten.
Das ist ein sehr interessantes und, wie ich finde, kluges Angebot. Starten wirst du damit im Herbst 2026 – weitere Infos dazu finden wir dann auf deiner Homepage.
Aber hier gerne ein paar Tipps, die helfen:
- Atmen, bevor du anfängst. Klingt banal, wirkt aber Wunder. Ein bewusster, tiefer Atemzug vor dem ersten Satz senkt den Puls, gibt dir eine natürliche Pause – und signalisiert dem Publikum: Diese Person hat es nicht eilig. Das strahlt Souveränität aus, auch wenn du innerlich zitterst. Bei großer Nervosität kannst du auch schon im Vorfeld (z.B.: auf dem Klo) eine paar tiefe Atemzüge nehmen und dich gedanklich erden, das hilft super.
- Sprich mit Menschen, nicht zu Menschen. Der häufigste Fehler: Man starrt auf seine Notizen oder – schlimmer – irgendwo ins Nichts. Such dir im Publikum zwei, drei freundliche Gesichter oder jemanden den du kennst und halte mit ihnen echten Augenkontakt. Das macht aus deiner Rede ein Gespräch.
- Sei du selbst – nicht die Version, die du für angemessen hältst – egal wer im Publikum sitzt. Ich erlebe oft, dass Menschen in Reden plötzlich beginnen, „formell" zu klingen, obwohl sie im echten Leben witzig, direkt oder warmherzig sind. Genau diese Echtheit fehlt dann. Das Publikum spürt den Unterschied zwischen einer gespielten und einer gelebten Stimme sofort. Diese Echtheit ist auch mein klarer Wiedererkennungswert und darauf bin ich stolz.
Das sind richtig gute, wertvolle Tipps – vielen Dank, dass du die so freigiebig rausrückst!
Mehr über Manuela findet ihr auf ihrer Homepage: www.manuela-mader.at
(Übrigens gibt es 2027 ein paar schöne Hochzeitsdaten...)