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Veröffentlicht von Manuela Markiewitz

Im Interview heute: Manuela Mader, freie Rednerin, Mentaltrainerin und Systemische Coach

"Ich mag Menschen. Und ich mag Geschichten. Vor allem die Echten." Manuela Mader
"Ich mag Menschen. Und ich mag Geschichten. Vor allem die Echten." Manuela Mader
 
Ein wichtiger und oft wenig beleuchteter Teil der Kommunikation sind … Reden.
Manuela Mader war 20 Jahre lang Fundraiserin bei SOS-Kinderdorf Österreich und ist seit etwa einem Jahr Rednerin für Freie Trauungen, Willkommensfeiern und Trauerfeiern sowie Mentaltrainerin und Systemische Coach.
Manuela, du sprichst heute ein bisschen über dich, deine Arbeit und deine Pläne und außerdem gibst du unseren Lesern ein paar Profi-Tipps zum freien Sprechen!
 
Erzähl uns zum Einstieg doch mal, was eine gute Rede ausmacht!
 
Im Grunde ist es ganz einfach: Es geht darum, dass das, was du sagst, bei den Zuhörern auch wirklich im Herzen ankommt.
Das durfte ich knapp zwanzig Jahre als Fundraiserin erleben – wenn du Menschen für Kinder in Not begeistern möchtest, reichen Zahlen und Fakten allein nicht.
 
  • Als erstes braucht es daher immer das aktive Zuhören. Das ist das A und O.
  • Dann braucht es Echtheit. Eine ehrliche Geschichte, einen Moment, in dem der Zuhörer spürt: Ja. Genau das möchte ich unterstützen!

Diese Haltung trage ich heute in meine Arbeit als freie Rednerin. Ob Freie Trauung, Willkommensfeier oder Abschied – ich höre zuerst zu, verstehe, was dieser Moment braucht, und suche dann die Worte, die bleiben. Die vielleicht noch Jahre später jemanden lächeln lassen. Oder weinen. Beides darf sein.

Wie bist du dazu gekommen und was machst du so alles als freie Rednerin?
 
Es war mir beruflich immer schon wichtig, persönlichen Kontakt mit Menschen zu haben. Schon bei meinen ersten Jobs an der Hotelrezeption oder im Reisebüro und dann auch als Fundraiserin.
Der Wunsch, mich nach 20 Jahren beruflich zu verändern hat mir neue Wege aufgezeigt, wie ich meine Leidenschaft auch selbständig umsetzen kann: Menschen begeistern und berühren und ihre Geschichten kennenlernen. All das erfüllen meine unterschiedlichen Angebote: als Rednerin für Freie Trauungen und andere Zeremonien, als auch in meiner Tätigkeit als Coach.
 
Du hältst nicht nur Trauzeremonien ab, sondern auch Trauerreden – wie stellst du dich auf die Menschen ein, worauf legst du in deinen Reden besonderen Wert?
 
Der Unterschied zwischen einer Trauung und einer Trauerrede ist auf den ersten Blick groß – einmal Freude, einmal Schmerz. Aber die Basis ist dieselbe: Ich sitze Menschen gegenüber, höre zu und versuche zu verstehen, wer da im Mittelpunkt steht. Sei es das Brautpaar oder eben der geliebte Mensch, der gegangen ist.
Ich frage nach Geschichten, nach kleinen Momenten, nach dem, was im Fall einer Trauerfeier den Menschen ausgemacht hat. Nicht nach einem Lebenslauf, den kann jeder vorlesen – mich interessiert z. B.: Was hat er oder sie geliebt? Worüber wurde gelacht? Was wird fehlen? Was waren die schönsten gemeinsamem Momente?

Gerade bei Trauerreden liegt es mir besonders am Herzen, dass die Trauernden den Raum verlassen mit dem Gefühl, dass dieser Abschied den Menschen widergespiegelt hat, der oder die sie oder er war. Das ist eine große Verantwortung – und ich nehme sie sehr bewusst an.

Was findest du besonders herausfordernd am freien Reden und hast du einen Tipp, wie man eine kurze Rede – bei einem Fest z. b. – so hält, dass alles gesagt ist ohne, dass es langweilig oder womöglich peinlich wird?
 
Das Herausforderndste am freien Reden? Ehrlich gesagt – der Moment kurz davor. Dieser eine Atemzug, bevor man anfängt – egal wie viel Erfahrung man hat.

Was mich persönlich auch immer fordert, ist die Feinabstimmung zwischen Vorbereitung und Spontanität. Eine gute Rede darf nie klingen wie auswendig gelernt – sie soll sich anfühlen wie ein echtes Gespräch. Diesen Balanceakt hinzubekommen, das ist echtes Handwerk. Und das übt man ein Leben lang. Und ich lerne die Rede nicht auswendig, sondern lese sie vor – aber nicht 1:1 auf Hochdeutsch, sondern so, wie ich sonst auch spreche. Das ist authentisch. (Anmerkung der Redaktion: Manuela ist Tirolerin, genauer gesagt eine Tuxerin, mit einem entzückenden, charmanten Slang😉)

Für die kurze Festrede habe ich eine klare Empfehlung:

  • Fang mit einem Bild an, nicht mit einer Entschuldigung, wie es so viele tun. Bitte niemals mit „Ich bin eigentlich kein großer Redner..." beginnen. Das ist nicht notwendig – und es macht dich sofort kleiner als du bist. Stattdessen: Erzähl einen kurzen, konkreten Moment. Eine Erinnerung. Etwas, das alle kennen oder das neugierig macht. Und das du frei erzählen kannst, weil du es selbst erlebt hast.
  • Dann sagst du, was du sagen möchtest. Kurz, klar, von Herzen. Und dann hörst du einfach auf. Kein „Ja, also, ich glaube, das war es eigentlich schon..." – sondern ein bewusster, ruhiger Schlusssatz: Ein Hoch auf das Brautpaar, ein Dankeschön, ein Wunsch - fertig.
 
Du liegst derzeit in den letzten Zügen einer fast vierjährigen Coaching-Ausbildung und bist zudem Mentaltrainerin. Wie wirst du dein derzeitiges Portfolio erweitern?
 
Danke für diese Frage. Mein Hauptthema, das sich in allen Angeboten widerspiegeln wird, ist die Begleitung von Menschen in Momenten, die das Leben für immer verändern – mit Worten, die berühren, wenn Liebe gefeiert wird und mit Herz und Klarheit, wenn sie im Alltag gelebt werden will.

Konkret heißt das, dass ich zu den Reden bei Freien Trauungen und Willkommensfeiern auch Coaching für Frauen in Patchwork- und Zweitbeziehungen anbieten werde und – auf das freue ich mich ganz besonders – 2-tägige Paarseminare für Menschen, die nicht nur heiraten wollen, sondern bewusst in ihre Beziehung investieren möchten.

Das ist ein sehr interessantes und, wie ich finde, kluges Angebot. Starten wirst du damit im Herbst 2026 – weitere Infos dazu finden wir dann auf deiner Homepage.

Wenn man öfter Reden halten muss, was sollte man besonders üben? Hilft es, sich z. B. selbst vor dem Spiegel eine Rede zu halten? Vielleicht magst du uns deine TOP 3-Tipps verraten für freies Sprechen?
 
Also was ich aus eigener Erfahrung sagen kann ist: Übung macht die Meisterin.

Aber hier gerne ein paar Tipps, die helfen:

  • Atmen, bevor du anfängst. Klingt banal, wirkt aber Wunder. Ein bewusster, tiefer Atemzug vor dem ersten Satz senkt den Puls, gibt dir eine natürliche Pause – und signalisiert dem Publikum: Diese Person hat es nicht eilig. Das strahlt Souveränität aus, auch wenn du innerlich zitterst. Bei großer Nervosität kannst du auch schon im Vorfeld (z.B.: auf dem Klo) eine paar tiefe Atemzüge nehmen und dich gedanklich erden, das hilft super.  
  • Sprich mit Menschen, nicht zu Menschen. Der häufigste Fehler: Man starrt auf seine Notizen oder – schlimmer – irgendwo ins Nichts. Such dir im Publikum zwei, drei freundliche Gesichter oder jemanden den du kennst und halte mit ihnen echten Augenkontakt. Das macht aus deiner Rede ein Gespräch. 
  • Sei du selbst – nicht die Version, die du für angemessen hältst – egal wer im Publikum sitzt. Ich erlebe oft, dass Menschen in Reden plötzlich beginnen, „formell" zu klingen, obwohl sie im echten Leben witzig, direkt oder warmherzig sind. Genau diese Echtheit fehlt dann. Das Publikum spürt den Unterschied zwischen einer gespielten und einer gelebten Stimme sofort. Diese Echtheit ist auch mein klarer Wiedererkennungswert und darauf bin ich stolz.

Das sind richtig gute, wertvolle Tipps – vielen Dank, dass du die so freigiebig rausrückst!

Noch eine letzte Sache: Kannst du eigentlich aus dem Stegreif eine Rede halten ohne jede Vorbereitung? Natürlich zu einem Thema, das dir bekannt ist?
 
Das ist lustig, dass du das fragst. Seit mein Umfeld weiß, was ich beruflich mache, werde ich immer wieder mal bei privaten Feierlichkeiten aufgefordert eine kurze Rede zu halten. Was ich (meistens) dann auch mache. Aber das Thema muss mir bekannt sein und ich muss es „fühlen“. Lieber ist mir jedoch, wenn ich mich etwas vorbereiten kann.

Mehr über Manuela findet ihr auf ihrer Homepage: www.manuela-mader.at

(Übrigens gibt es 2027 ein paar schöne Hochzeitsdaten...)

 

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RTI erhält CMMC-Level 2 Zertifizierung

Real-Time Innovations (RTI), das auf Daten-Streaming für intelligente verteilte Systeme spezialisierte Unternehmen, hat für seine „Secure Enclave“ (Sicherzeitszone) die Zertifizierung nach Level 2 des Cybersecurity Maturity Model Certification (CMMC) erhalten. Diese Zertifizierung unterstreicht das langjährige Engagement von RTI für den Schutz kontrollierter, nicht klassifizierter Informationen (Controlled Unclassified Information, CUI) sowie die Erfüllung der Cybersicherheitsanforderungen

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