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Veröffentlicht von Manuela Markiewitz

Wie wir echte "Hinhörer" generieren

Wahre Erzählkunst fesselt das Publikum und bleibt im Gedächtnis!
Wahre Erzählkunst fesselt das Publikum und bleibt im Gedächtnis!

Menschen lieben Geschichten. Geben wir sie ihnen! Geschichten zaubern sich allerdings nur wenige mal eben „aus dem Hut“, dafür bedarf es zusätzlich zu Recherche, Ausbildung und Übung auch Talent. Also: Wie ziehen wir unsere Zuhörer in unseren Bann? Wir halten es diesmal knapp und einfach und beschränken dieses Riesenthema auf zwei besonders relevante Schwerpunkte: 

1. Der Aufbau
Jede Geschichte folgt einem klaren Aufbau – Einleitung, Hauptteil, Schluss.
In der Einleitung erklären wir worum es geht, stellen die Charaktere vor und Dinge wie Ort oder Zeit, kurz: Wir holen unser Publikum ab und ins Bild.
Im Hauptteil geht es dann zur Sache, hier kommt die Handlung ins Rollen, baut sich auf, erreicht den Höhepunkt und schläft schnarchend ein. Moment, andere Story…: Erreicht die Klimax und kommt zum Schluss wo sich alles aufklärt und die Handlung endet.

JEDE Erzählung folgt diesem Muster, selbst Fachartikel und Produktmeldungen sind so aufgebaut. Ob man ein Märchen oder eine Bauteilbeschreibung vor sich hat, kann man also im Grunde nur an der Sprache erkennen. Damit sind wir schon beim nächsten Punkt:

2. Die richtige Sprache
Die Sprache muss deutlich und passend sein. Wilde Fantastereien haben z. B. in einem professionellen, fachlichen Beitrag nichts zu suchen. Hier beschränken sich die Autoren auf Fakten. Um diese zu untermauern, bedienen sie sich einer nüchternen und sachlichen Fachsprache, die meist mit so viel Fachjargon gespickt ist, dass sie nur von anderen Fachleuten verstanden wird.

Autoren der Belletristik dürfen, nein, MÜSSEN sich völlig anders ausdrücken, angepasst an Anhänger von Romanen, Krimis oder Kindergeschichten. Hier dürfen wir Schreiberlinge genüsslich eintauchen in ein Meer aus bildgewaltigen Adjektiven, echten Macher-Verben, kraftvollen Substantiven und all den anderen Hilfen, die Nerven zum Zerreißen spannen oder Sehnsüchte wecken können, um Szenarien, Landschaften oder Zustände möglichst fühlbar zum Leben zu erwecken.

Sachbücher sind mehr ein Mittelding, es kommt aufs Thema an. Kräuterkundler oder Pilzkenner beschreiben äußerst genau, das gebietet schon die Rücksicht auf den Überlebenswillen von Köchen oder Hexen. Wer aber beispielsweise detaillebesessen ausführt, wie man einen menschlichen Körper seziert, der dürfte seine Leser in verschiedenen Fachbereichen der Medizin finden oder in geschlossenen psychiatrischen Abteilungen. So oder so sollte die Sprache eher informativ bleiben, wenig bildhaft und keinesfalls leidenschaftlich.

(Übrigens: Das Geniale an der Schreiberei ist ihre Flexibilität: Wenn der Autor verbal abbiegt und sich die Obduktion des Körpers manisch einfärbt, sich die Beschreibung von sachlich und emotional unberührt zu besessen und blutrünstig wandelt, kann er einfach das Genre wechseln, die Geschichte etwas ausbauen und „Krimi“ statt „Lehrbuch“ auf den Einband schreiben. Seine Leserschaft dürfte zahlenmäßig dazugewinnen. Woran er sich aber so oder so zu halten hat, sind passender Sprachegebrauch und Aufbau: Einleitung, Hauptteil, Schluss!).

Wir haben ja bereits angemerkt, dass wir ein Publikum mit einem großen Wort-Schatz wesentlich leichter fesseln, einfach weil wir damit spannender und abwechslungsreicher erzählen können. Aber! Ja, es gibt ein Aber, ein großes sogar: Man muss Werkzeug und Material auch anwenden können. Denn Kunst kommt von können, das gilt auch für die Erzähl-Kunst.

Fazit:
Ein wahrer Wort-Meister, ein echter Magier der Erzählkunst ist in der Lage, aus jeder noch so banalen Geschichte eine Story, einen „Hinhörer“ zu architektieren, der einen nicht mehr loslässt. Solche Leute nehmen die Wörter, die kleinen, unscheinbaren und die großen, die einem ihre Bedeutung einstanzen und erbauen neue Universen mit den Emotionen ihres Publikums. Sie lassen uns nachts heimlich unter der Bettdecke lesen, damit einen das eigene Kleinkind nicht erwischt und freudestrahlend seine dümpelige Schweinchen-Story vorgelesen haben will. Lassen uns Migräne vortäuschen, um lieber mit dem Buch, der Fernbedienung oder dem Hörspiel ins Bett zu verschwinden. Oder sie halten (bzw. schreiben) Reden, die in die Geschichte eingehen.

Und, könnt ihr das auch? Wenn nicht, meldet euch - wir können.

 

 

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Die Rutronik Elektronische Bauelemente GmbH, einer der führenden Broadline-Distributoren für elektronische Bauelemente, hat eine neue Franchise-Vereinbarung mit dem Halbleiterhersteller 3PEAK Incorporated geschlossen. Ab sofort stehen sowohl die Produkte von 3PEAK, sowie ein umfassender Design-In-Support den Kunden von Rutronik in der gesamten EMEA-Region zur Verfügung.

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