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Warum die PR im Sommer Vollgas gibt
Es ist Sommerloch, jene Zeit, in der Nachrichtenredaktionen für gewöhnlich in eine Art Winterschlaf fallen und uns gerne mit banalen Meldungen wie „Ente spaziert durchs Einkaufszentrum“ beglücken. „Sommerloch?“ fragt sich da der verdutzte PR-Profi. „Was ist das? Hätte ich auch gerne!“ So eine sommerliche Verschnaufspause findet nämlich in der PR nicht wirklich statt. Zwar ist auch in unserer Branche das Personal reduziert, weil nun einmal Urlaubszeit ist. Aber das Rad muss sich ja weiterdrehen, der Rubel muss rollen, The Show Must Go On … Sie wissen schon.
In diesem Sinne verschafft uns der Sommer keine Pause, sondern eher Herausforderungen. Anzeigen werden zum Beispiel ungern gebucht, weil die Medien oft die Juli- und August-Ausgabe zusammenfassen – und die „liest ja eh keiner“. Trotzdem will der Kunde bei Laune gehalten werden. Das Sommerloch fordert PR-Profis geradezu heraus, kreative und unkonventionelle Ansätze zu entwickeln, um Aufmerksamkeit zu generieren, auch wenn die Medien weniger offen für große Kampagnen sind. Social Media-Kanäle müssen auch in der heißen Jahreszeit bespielt und Newsletter müssen verschickt werden, ansonsten läuft man Gefahr, die Arbeit der vergangenen Monate zunichte zu machen. Und auch sonst gibt es jede Menge zu tun.
Und nicht zuletzt: Die Sommerzeit ist ideal, um Medienbeziehungen zu stärken, neue Kontakte zu knüpfen und das Netzwerk auszubauen – denn in dieser Phase sind die Medien oft entspannter und aufgeschlossener. Kurz gesagt: Der Sommer ist die perfekte Zeit für Vorbereitung, Analyse und strategisches Feintuning – damit die PR im Herbst und Winter mit voller Kraft durchstartet. Nur das Sommerloch bleibt dabei (leider) auf der Strecke.