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Der persönliche Kontakt und sein ganz spezieller Zauber
Ganz egal wie sehr man sich bemüht: Eine E-Mail ist niemals so persönlich, wie ein Telefonat. Das ist auch nicht immer nötig, manchmal aber eben doch - z. B., wenn es mit dem Verhältnis zu diesem Gesprächspartner nicht zum Besten steht, Dringendes zu klären ist oder einfach, um im wahrsten Sinne „im Gespräch zu bleiben“.
Ein persönliches Gespräch, selbst am Telefon, lässt sich so steuern, dass z. B. durch Tonfall und Wortwahl ein angenehmes Gesprächsklima entsteht. Ein entscheidender Faktor darüber, wie das Gegenüber uns wahrnimmt. Allein durch das Auftreten ist es möglich, Einfluss auf den Gesprächspartner zu nehmen – wir wissen das alle. Und wenn erst eine sachliche, fachliche und dabei freundlich-konstruktive Gesprächsebene etabliert ist, eröffnen sich oft ungeahnte Möglichkeiten z. B. für zukünftigen Content, weil sich in einem Zwiegespräch eben ganz oft zusätzliche Themen ergeben.
Weitere Pluspunkte für das persönliche Gespräch: Man kann
- sofort reagieren, wenn sich im Gespräch neue Perspektiven ergeben oder plötzlich neue Fragen, Änderungen oder Ähnliches auftauchen.
- im direkten persönlichen Austausch gemeinsam Lösungen finden, für die sonst womöglich eine mehrtägige E-Mail-Korrespondenz nötig werden würde.
Ganz besonders bewährt sich das persönliche Gespräch aber in schwierigen Situationen, wie etwa Beschwerden oder Krisen. Man hat die Möglichkeit, sich zu entschuldigen, Alternativen anzubieten, Strategien zu entwickeln, zu beruhigen oder eben seinem Gegenüber genau diese Möglichkeiten zu geben, statt sich in einer E-Mail verbal abzureagieren, womöglich noch mit der gesamten Führungsebene im cc.
Nirgendwo sonst kann man mit Kompetenz und Freundlichkeit besser überzeugen, verfahrene Situationen lösen, Beziehungen retten oder Missverständnisse klären, als in einem direkten Gespräch von Mensch zu Mensch. Und: Manchmal dauert das Verfassen schwieriger E-Mails viel länger als ein klärendes Telefonat.
Übrigens: Stress hin, Zeitnot her – auch ein anspruchsvoller oder gar anstrengender Gesprächspartner freut sich meistens, wenn er zwischendurch mal nach seinem Befinden gefragt wird. Sich die Zeit zu nehmen für ein: „Wie geht´s dir?“ oder vielleicht ein kurzer telefonischer Geburtstagsgruß zeigen, dass wir unseren Ansprechpartner als lebendiges, menschliches Wesen wahrnehmen, nicht bloß als Geschäftskontakt – und wer will das nicht?