Veröffentlicht
Warum PR-Abteilungen nicht unterbesetzt sein sollten
Kommunikation. So einfach.
Wirklich? Wir können tagtäglich feststellen, wie schnell Missverständnisse entstehen und wie sie sich auswirken. Wie kann das aber passieren, wo wir doch alle – selbstverständlich - das Kommunizieren beherrschen?
Vereinfacht dargestellt besteht jede Kommunikation aus einem Sender, einer Nachricht und einem Empfänger und findet einerseits auf einer sachlichen Ebene, andererseits auf einer emotionalen Ebene statt (verbal und non-verbal). Der Empfänger hat Empfindungen, so genannte Filter, die die Bewertung der Nachricht beeinflussen, d. h. der Empfänger interpretiert. Je mehr Empfänger, desto mehr Interpretationen. Das wirkt sich teils so auf die Nachricht aus, dass es den sachlichen Inhalt verändern und sogar verfälschen kann.
So können leicht Gerüchte und Halbwahrheiten entstehen – letztendlich Missverständnisse – und jeder kennt das. An einem schlechten Tag kann es passieren, dass eine nett gemeinte Aussage so gefiltert wird, dass wir sie als Beleidigung empfinden.
Kommunikation – so einfach?
Bei fachlicher Kommunikation dürfen Missverständnisse nicht entstehen. Hier muss die Botschaft auf der Sachebene bleiben, während die Beziehungsebene dabei ganz bewusst bespielt wird:
- Was möchte ich mitteilen?
- Was möchte ich erreichen?
- Was erwartet der Kunde?
- Was sind seine Bedürfnisse?
- Wie nutze ich das?
- usw.
Dazu kommt, dass sich durch die Sozialen Medien die Kommunikation sehr stark verändert hat. Das liegt hauptsächlich daran, dass die Aufmerksamkeit der Zielgruppe ein hart umworbenes Gut ist und sich das System dabei irgendwie selbst ad absurdum führt: Je schwerer die Aufmerksamkeit erreicht werden kann, desto mehr wird um sie gerungen und je mehr Content aufgefahren wird, umso weniger Aufmerksamkeit ist für den einzelnen Post übrig. Logisch.
Deshalb gibt es geschultes Personal, Menschen, die gelernt haben, dass es Filter gibt, wie man sie erkennt, vermeidet, aber auch bewusst nutzt. Profis, die die Botschaften der Unternehmen erfolgreich an die Zielgruppe herantragen und sie nicht unterwegs an die undurchdringliche Informations-Masse der Social Media-Plattformen verlieren.
Kommunikation ist das wichtigste Instrument, das es gibt. Man kann nicht nicht kommunizieren. Die Existenz eines Unternehmens hängt zu einem guten Teil von einer erfolgreichen Kommunikation ab. Was nützt das genialste Produkt, wenn keiner davon erfährt und es kauft? Was hilft ein Heilmittel gegen eine schreckliche Krankheit, wenn niemand davon erfährt?
Für Unternehmen gibt es mehr als genug Gründe, trotz eines geringeren Budgets bei einer Sache nicht oder möglichst wenig zu sparen: der PR. Wer meint, dass diese Abteilungen entbehrlich seien, unterschätzt die Macht der Kommunikation. Wichtig ist, dass wirklich gute Leute am Werk sind und so lohnt sich wie so häufig eine Investition in Qualität.