Veröffentlicht
10. Juli - Welttag der Energieunabhängigkeit
Unabhängigkeit streben wir nicht zu Unrecht an, denn Unabhängigkeit bedeutet Freiheit. Die sogenannte Energiewende ist schon lange ein heißdiskutiertes Thema, denn nichts im Leben einer modernen Zivilisation funktioniert heute noch ohne Energie, also ohne Strom. Höchste Zeit, uns gerade in diesem Bereich unabhängig zu machen von Energiequellen, die endlich sind oder teuer gekauft werden müssen oder unsere Zukunft gefährden.
Um die Energiewende zu vollziehen, also unseren ganzen Energiebedarf aus erneuerbaren Energiequellen decken zu können, braucht es u.a. effektive Energiespeichersysteme (ESS). Diese ermöglichen eine Zwischenlagerung von Energie aus erneuerbaren Systemen, wie Solar, Wind oder Wellen, die nicht sofort benötigt wird, für eine spätere Verwendung.
ESS sind aber nicht nur da, um Energie zu bevorraten, sondern auch, um das Stromnetz auszubalancieren. So wird überschüssiger Strom aufgenommen und bei plötzlich auftretenden Abnahmespitzen wieder eingespeist, um sowohl Netzüberlastungen als auch Spannungsabfälle zu vermeiden.
Neben Akkumulatoren oder Kondensatoren – häufig auf Basis von Lithium-Eisen-Phosphat - gibt es natürlich noch andere Arten der Energiespeicherung.
Wir beschäftigen uns hier mit Energiespeicherung in Akkumulatoren, der chemischen anorganischen Energiespeicherung aus erneuerbaren Energiequellen, da diese Speicherform die gängigste für den klassischen Endverbraucher ist.
Völlige CO2-Neutralität erreichen wir durch die Nutzung alternativer Energien zwar nicht, denn entlang der Wertschöpfungskette entsteht CO2, wie z. B. bei der Herstellung von Speicherzellen. Das Verbrennen von Kohle oder Gas verursacht jedoch massiv mehr CO2 und eine Wertschöpfungskette gibt es bei fossilen Brennstoffen natürlich ebenfalls.
Weit größer angelegte ESS findet man im industriellen Bereich. Manche ESS haben inzwischen eine Speicherkapazität im dreistelligen MWh-Bereich, wie die größte japanische Energiespeicheranlage. Sie wird mit Lithium-Ionen-Batterien von GS Yuasa betrieben und verfügt über eine Gesamtkapazität von 290 MWh. Die Anlage dient neben der Energiespeicherung vor allem zur Netzstabilisierung und sorgt so für eine unabhängige und verlässliche Stromversorgung.
Vorteile im Überblick:
- Erhöhung der Versorgungssicherheit, da die Gefahr von Stromausfällen minimiert werden
- Verbesserung der Umweltbilanz und dem Reduzieren von Emissionen
- Senken der Energiekosten durch die Möglichkeit des effizienten Lastmanagements und der Nutzung erneuerbarer Energiequellen
- Flexible Energienutzung, da ESS die Nutzung von gewonnener Energie zu jeder Zeit und praktisch überall möglich machen