Hallo, lieber Alexander, danke, dass du dir die Zeit nimmst, uns ein Interview zu geben!
Du bist seit Jahren bei Rutronik, mittlerweile als Content Marketing Manager und stehst der Agentur Lorenzoni als Ansprechpartner für sämtliche PR-Belange zur Seite – unverwüstlich und immer motiviert und positiv eingestellt!
Wie sieht dein Arbeitsalltag aus? Was sind deine primären Aufgaben?
Mein Arbeitsalltag beginnt tatsächlich sehr klassisch mit viel Licht und Kaffee. Ohne beides läuft bei mir morgens nichts. Seit ich bei Rutronik bin und mittlerweile bei der TRUH arbeite, ist dabei vor allem eins gewachsen: mein Aufgabenbereich. Und ja, der Kaffeekonsum vermutlich auch – ob da ein Zusammenhang besteht, ist noch nicht abschließend geklärt.
Sobald der Laptop hochgefahren ist, verschaffe ich mir erstmal einen Überblick: E-Mails checken, Themen sortieren und den Tag grob strukturieren: von der Koordination von Produktmeldungen über Kampagnenabstimmungen bis hin zu PR-Themen, interner Kommunikation und der Betreuung unseres Fachmagazins RUTRONIKER.
In der Realität sieht es dann aber oft deutlich abwechslungsreicher aus. Kein Tag ist wirklich wie der andere, weil ständig neue Themen, Partner oder Anforderungen dazukommen. Genau das macht den Job aber auch so spannend: Man muss flexibel bleiben, schnell umdenken können und immer wieder Lösungen finden, die gerade in dem Moment passen. Ein bisschen Organisationstalent, gutes Timing und manchmal auch eine Portion Glück gehören deshalb definitiv zu meinem Alltag dazu.
Vor kurzem hat Rutronik die Kommunikation ausgegliedert und dafür die TRUH GmbH gegründet.
Was hat sich verändert, vielleicht verbessert für die Unternehmenskommunikation im Außen, aber auch im Innen?
Mit der Gründung der TRUH haben wir vor allem die Tür zu neuen Kunden geöffnet, die vorher gar nicht in unserem klassischen Fokus lagen.
Plötzlich hatten wir es mit ganz unterschiedlichen Zielgruppen, Märkten und Anforderungen zu tun – und genau das hat enorm viel Dynamik reingebracht. Diese Vielfalt an Projekten hat uns als Team in kurzer Zeit richtig vorangebracht, weil wir uns schnell auf neue Situationen einstellen und gleichzeitig neue Kompetenzen aufbauen konnten.
Von dieser Entwicklung profitieren heute auch unsere Partner. Durch die breite Erfahrung aus den unterschiedlichen Projekten können wir viel flexibler agieren und neue, passende Kommunikationsansätze anbieten – je nachdem, was gerade gebraucht wird. Das eröffnet mehr Möglichkeiten in der Zusammenarbeit, weil wir nicht mehr nur in festen Mustern denken, sondern individuelle Lösungen entwickeln können, die wirklich zu den jeweiligen Zielen passen.
Ihr arbeitet für ein Unternehmen im Unternehmen – hat sich eurer Gefühl für die Betriebszugehörigkeit zu Rutronik verändert?
Auch wenn wir organisatorisch als „Unternehmen im Unternehmen“ unterwegs sind, hat sich unser Gefühl der Zugehörigkeit zu Rutronik nie verändert. Wir sind nach wie vor eng mit Rutronik verbunden, arbeiten täglich an Themen, die direkt dem Unternehmen zugutekommen und verstehen uns ganz klar als Teil des großen Ganzen. Der Unterschied ist eher, dass wir jetzt mit mehr kreativen Freiraum agieren können, aber die gemeinsame Basis und das Verständnis für die Marke sind geblieben.
Gleichzeitig bringt genau diese Konstellation einen spannenden Mehrwert: Wir verbinden das Beste aus beiden Welten. Auf der einen Seite die Nähe zu Rutronik und das tiefe Verständnis für die internen Abläufe, auf der anderen Seite die Dynamik und Lernkurve aus den vielen neuen Projekten und Zielgruppen. Das sorgt dafür, dass meine Kolleginnen und Kollegen frische Impulse einbringen können, ohne den Bezug zum Unternehmen zu verlieren. Aus meiner Sicht ist die TRUH ein Impulsgeber innerhalb von Rutronik.
Wie siehst du die Zukunft der Unternehmens-PR, natürlich auch im Hinblick auf KI, aber besonders für ein Unternehmen der Elektronik-Distribution? Welche Entwicklungen zeichnen sich ab?
Für mich persönlich wird sich Unternehmens-PR auch in Zukunft daran messen lassen müssen, ob sie es schafft, echte Aufmerksamkeit zu erzeugen. Es reicht schon heute nicht mehr, einfach gut formulierte Inhalte über sich selbst zu veröffentlichen. Entscheidend ist, Neugier zu wecken und Inhalte so zu erzählen, dass sie im Kopf bleiben, gerne auch mal mit einem gewissen Charme und einer Prise Humor. Gerade in einem technischen Umfeld wie der Elektronik-Distribution ist das eine spannende Herausforderung, weil komplexe Themen greifbar und interessant gemacht werden müssen.
KI spielt dabei eine immer größere Rolle – vor allem als Werkzeug, das uns neue Wege aufzeigt. Sie hilft dabei, schneller Ideen zu entwickeln, Inhalte zu strukturieren oder unterschiedliche Perspektiven einzunehmen, auf die man selbst vielleicht nicht sofort gekommen wäre. Gleichzeitig spart sie Zeit und schafft Freiräume, die wir dann wieder in kreative Ansätze und strategisches Denken investieren können. Wichtig bleibt aber, dass die menschliche Handschrift erkennbar ist – denn genau die sorgt am Ende für Persönlichkeit und Wiedererkennung.
Für die Elektronik-Distribution sehe ich vor allem eine Entwicklung hin zu stärkerer inhaltlicher Tiefe und echter Relevanz. Kunden wollen nicht nur Produkte sehen, sondern verstehen, wie Technologien funktionieren, welche Lösungen es gibt und welchen konkreten Mehrwert sie bieten. PR wird dadurch noch stärker zur Schnittstelle zwischen Technik, Storytelling und Beratung. Wer es schafft, diese Aspekte zu verbinden und dabei authentisch zu bleiben, wird sich in Zukunft klar differenzieren können.
Wie bedient die TRUH GmbH diese Entwicklungen und welchen Fokus setzt die TRUH?
Die TRUH setzt genau bei diesen Entwicklungen an, indem sie Kommunikation deutlich stärker aus der Perspektive der Zielgruppen denkt. Statt klassischer Produkt- oder Unternehmensbotschaften steht bei uns der Inhalt im Fokus, der wirklich Mehrwert bietet und Interesse weckt. Im Alltag bedeutet das, dass wir vor allem nach klaren Zielvorgaben und KPIs unserer Kunden arbeiten. Das Motto „Das haben wir schon immer so gemacht“ gibt es bei uns nicht: stattdessen hinterfragen wir existierende Prozesse und optimieren diese kontinuierlich.
Gleichzeitig integrieren wir KI ganz bewusst als Unterstützung in unsere Arbeitsprozesse, um schneller zu neuen Ideen zu kommen und Inhalte effizienter zu entwickeln. Dadurch gewinnen wir Zeit für das, was den Unterschied macht: individuelle Konzepte, kreative Ansätze und eine klare inhaltliche Linie für unsere Partner. Unser Fokus liegt darauf, Kommunikation nicht nur als Begleitfunktion zu sehen, sondern als echten Hebel, um Sichtbarkeit zu schaffen, Themen zu positionieren und langfristig Relevanz im Markt aufzubauen.
Die Agentur Lorenzoni ist seit über 20 Jahren PR-Partner für Rutronik, bzw. inzwischen der TRUH. Was ist für dich als Marketing Manager der wertvollste Bestandteil dieser Zusammenarbeit?
Der wertvollste Bestandteil der Zusammenarbeit ist für mich ganz klar das Vertrauen, das sich über die Jahre aufgebaut hat. Ich habe sehr schnell gemerkt, dass wir uns auf Lorenzoni jederzeit verlassen können – egal, ob es um kurzfristige Projekte geht, die gefühlt schon gestern hätten fertig sein müssen, oder um anspruchsvolle Themen, die eine saubere und verständliche Aufbereitung brauchen. Die Agentur liefert konstant starke Ergebnisse, und genau diese Verlässlichkeit macht im Alltag einen enormen Unterschied.
Genauso wichtig ist für mich aber auch der partnerschaftliche Austausch. Ich schätze es sehr, dass ich mich bei Entscheidungen auf den Rat von Lorenzoni verlassen kann – oft bringt der Blick von außen genau die Perspektive rein, die intern vielleicht fehlt. Diese Kombination aus fachlicher Stärke, Erfahrung und ehrlicher Beratung sorgt dafür, dass Zusammenarbeit nicht nur reibungslos funktioniert, sondern uns auch inhaltlich wirklich weiterbringt.